TSG erlebt Debakel

Im Vorfeld der Partie gegen den Tabellendritten SV Fellbach waren die Erwartungen bei der bis dato zweitplatzierten TSG Blankenloch hoch. Im regulären Rückspiel vor exakt 5 Wochen lieferten sich beide Teams einen schonungslosen Schlagabtausch mit spektakulären Abwehraktionen auf beiden Seiten – damals mit dem besseren Ende für Fellbach, die einen 3:1-Heimsieg verbuchen konnten. Im Hinrunden-Nachholspiel beider Teams am gestrigen Samstag ist vom Spektakel des Rückspiels nichts zu sehen. Schlimmer noch: Die Partie gerät für das Team von Trainer Torsten Kirchhardt zum Debakel. Mit 0:3 und den mehr als deutlichen Satzergebnissen von 13:25, 11:25 und 21:25 kommen die Badener vor heimischer Kulisse gewaltig unter die Räder.

Die TSG hat von Anfang an gegen couragiert auftretende Fellbacher kaum bis gar keinen Zugriff auf das Spielgeschehen. Zwar merkt man dem Team das verletzungsbedingte (Sprunggelenk) Fehlen ihres Hauptangreifers Seyar Rahmani deutlich an, doch vor allem die Annahme hat von Anfang an große Probleme die starken Aufschläge der Schwaben unter Kontrolle zu bringen. So geht der erste Satz über die Spielstände 4:8, 7:16, 9:20 und 12:23 mit 13:23 an die Gäste. Dabei gelingen Fellbach immer wieder Aufschlagserien (Spasov (4), Köder(4) und von Berg (6)), die wahlweise direkt durch die Annahme entwertet werden oder die Angreifer in der Folge an einem stabilen Block-Abwehrverbund scheitern lassen. „Fellbach hat in diesem Spiel aufgeschlagen wie der Teufel. Da hat es unsere Annahme schwer gehabt. Trotzdem müssen wir zumindest zu einem Angriff kommen, und diesen gegen einen solch stabilen Block natürlich auch sichern. Hier sind uns zu viele einfache Bälle einfach auf den Boden gefallen und wir müssen uns den Vorwurf gefallen lassen, nicht genug gekämpft zu haben“, analysiert Kirchhardt.

Wer dachte, dass die TSG wie schon einige Male zuvor, nur den Start verschlafen hatte und nun zu gewohnter Form zurückfinden würde, sah sich bis zum 7:8 im zweiten Satz bestätigt. Doch es folgt der vollständige Einbruch: zunächst serviert Zuspieler Patrick Köder vier Mal scharf auf den Annahmeriegel und dann folgt der Auftritt von Max von Berg. Der Gästeangreifer bringt die ohnehin wankende Annahme der TSG endgültig zum Umstürzen – erst nach 10 Aufschlägen, darunter etliche Asse, gelingt der Punktgewinn. Der Satz ist selbstverständlich beim Spielstand von 9:22 bereits gelaufen. Blankenloch schafft es mit Mühe in den zweistelligen Punktebereich und muss sich mit 11:25 geschlagen geben.

„Wir hatten heute keinerlei Möglichkeiten zu wechseln – gerade in der Annahme wäre es wichtig gewesen dem einen oder andern eine kleine Verschnaufpause zu geben und ihn aus der Schusslinie zu nehmen. Aber letztlich müssen wir das Beste aus der Situation machen und das Team hat im dritten Satz ja auch Moral gezeigt, auch wenn dieser ebenfalls verloren ging. Um gegen das starke Fellbacher Kollektiv heute eine Chance zu haben, hätten wir im ersten Satz auftreten müssen, wie wir im Dritten aufgetreten sind, und hätten dann versuchen können uns ins Spiel zu kämpfen“ so Kirchhardt weiter. Und in der Tat hält der dritte Satz streckenweise, was das Spiel im Vorfeld versprochen hatte: Lange Ballwechsel und Kampf auf beiden Seiten. Zunächst gelingt den Hausherren ein kleiner Vorsprung (4:1) und erstmals in diesem Spiel ein stabiler Sideout (Punktgewinn bei gegnerischem Aufschlag). Doch eine kleine Schwächephase wird von den Gästen gnadenlos bestraft. Der Vorsprung von 16:11 gerät in Windeseile zu einem Rückstand (19:20) und Fellbach macht in der Folge routiniert den berühmten Deckel drauf (21:25).

Damit schiebt sich Fellbach erstmals in dieser Saison an Blankenloch vorbei und hat jetzt einen Punkt Vorsprung, aber auch noch ein Spiel weniger auf dem Konto. Während Fellbach in den kommenden beiden Partien dem TSV GA Stuttgart gegenüber steht (Rückspiel und Nachholspiel) und danach noch gegen die Schlusslichter Feldkirchen und Waldgirmes ans Netz geht, misst sich Blankenloch noch mit Feldkirchen, Rüsselsheim und dem USC aus Konstanz. „Wir schauen nicht wirklich auf die Tabelle. Wir sollten versuchen jedes Spiel unser Bestes zu geben und am Ende schauen wir, wo wir uns einsortieren. Der Blick geht also klar nach vorn auf das kommende Heimspiel gegen Feldkirchen und nicht zurück auf das Fellbachspiel und die vertane Chance sich abzusetzen und den zweiten Platz abzusichern“ gibt Kirchhardt die Richtung vor. Tatsächlich gelang Schlusslicht Feldkirchen der einzige „Dreier“ der bisherigen Saison gegen Blankenloch und damit sind die Hausherren natürlich gewarnt. Am 29.02. um 16 Uhr treffen die Teams im Schulsportzentrum aufeinander.

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