H2-Rumpfteam mit gemischter Bilanz

Am letzten Heimspieltag des Kalenderjahres musste sich die 2. Mannschaft der TSG Blankenloch im Spiel gegen den TV Flehingen 1:3 (18:25, 21:25, 25:21, 21:25) geschlagen geben, konnte aber im abschließenden Match den TV Neuweier 3:1 (25:16, 23:25, 25:18, 25:11) niederringen.

Da von 3 etatmäßigen Außenangreifern mit Alex nur einer zur Verfügung stand (Kai besetzt aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden inzwischen die Libero Position, Sven fiel krankheitsbedingt sogar völlig aus) musste „Alterspräsident“ Jürgen von der Zuspielposition auf die Außen/Annahme wechseln. Zudem war Christian familiär gebunden, so dass sich die Mitte mit Jannis und Dirk von alleine aufstellte. Hoffe im Zuspiel und Karsten auf Diagonal komplettierte die Startaufstellung. Um bei einer Verletzung nicht aufgeben zu müssen, wurde zudem Frank Göbes aus der 4. Mannschaft rekrutiert.
Im 1. Satz entwickelte sich zunächst ein relativ ausgeglichenes Spiel, bei dem beide Mannschaften immer wieder breaken konnten. Ab dem Spielstand von 16:16 legten die Flehinger allerdings in der Abwehr noch eine Schippe drauf, während auf Blankenlocher Seite nur bei der Eigenfehlerquote zugelegt werden konnte. Mit 18:25 ging dieser Durchgang dann doch noch deutlich an den Gegner. Leider glich der zweite Satz in vielerlei Hinsicht dem ersten. Bis 18:18 hielt das Blankenlocher Team gut mit, in der entscheidenden Schlussphase machte man sich das Leben dann mit verschlagenen Aufschlägen und zögerlichen Spielaktionen schwer. So ging der Satz mit 21:25 wiederum an die Flehinger Mannschaft. In der folgenden Ansprache verdeutlichte Spielertrainer Jürgen nochmals die Notwendigkeit, das Verteilen von Geschenken zum Satzende hin einzustellen. Die Mannschaftkameraden befolgten die Anweisung brav und so konnte nach wiederrum ausgeglichenem Spielverlauf (19:19) dieses Mal die Heimmannschaft am Ende den Sack mit 25:21 zumachen. Jetzt wollte die TSG natürlich mehr. Doch es war der Gegner, der den deutlich besseren Start in den Satz erwischte und früh mit 4 Punkten Vorsprung führte. Beim Spielstand von 8:12 kam es dann am Netz zu einer unglücklichen Situation, bei der sich der Flehinger Zuspieler am Sprunggelenk verletzte und ausgewechselt werden musste. Die nötige Umstellung nahm der TV Flehingen viel von ihrer Variabilität und Durchschlagskraft im Angriff. Die Blankenlocher konnten dies zunächst jedoch nicht nutzen. Fast schien es, als ab die Umstellung das Heimteam mehr verunsichert als den Gast, der den Vorsprung bei 16:21 sogar auf 5 Punkte ausbauen konnte. Erst jetzt stellte die TSG sich im Block/Abwehrverhalten besser auf die Angriffe ein und verkürzte auf 20:22. Leider schenke man dem TV in dieser entscheidenden Phase das Spiel mit Aufschlagfehlern und Angriffen in den guten Flehinger Block. Die nahmen die Geschenke an und brachten den Satz (21:25) unter Dach und Fach. Das Spiel hatte ein ordentliches Niveau und so ärgerte man sich auf Blankenlocher Seite nicht über die Niederlage gegen diesen starken Gegner, sondern über das eigene Unvermögen, das Spiel nach der Verletzung noch zu drehen.

Im zweiten Match gegen Neuweier kam dann Frank zu seinem Landesligadebut und ersetzte Jürgen auf Außen/Annahme. Im ersten Satz ging die TSG dann auch gleich von Beginn an punktemäßig vorneweg. Der Vorsprung wuchs stetig, ohne dass die Herren 2 dabei sonderlich glänzen musste. Der TV Neuweier produzierte im Angriff einfach zu viele Eigenfehler. Der Satz wurde schlussendlich mit 25:16 eingetütet. Im nächsten Satz kam dann der obligatorische Hänger. Die Angreifer des TV verlegten sich immer mehr aufs lobben, und verringerten so ihre Fehlerquote. Im Blankenlocher Team schlich sich immer mehr Unkonzentriertheit ein, das Niveau des eigenen Spieles wurde immer schwächer. Man rannte einem kontinuierlichen 2-3 Punkte Rückstand hinterher. Erst gegen Ende des Satzes riss sich die TSG etwas zusammen und kam bis auf einen Punkt (22:23) heran. Dann segelte mal wieder ein Aufschlag knapp (so 4-5 Meter) ins Aus und der Satz ging schlussendlich mit 23:25 an den TV Neuweier. Im dritten Durchgang kam Jürgen für Frank zurück ins Spiel. Spielerisch war auch dieser Satz sehr durchwachsen, die TSG kämpfte aber und schaffte es den Satz mit 25:18 für sich zu entscheiden. Ein paar schon in die Jahre gekommene Spieler der Herren 2 machten in der Satzpause deutlich, dass an ein 5-Satz-Spiel aus körperlicher Sicht nicht zu denken sei. Glücklicherweise erhörte die restliche Mannschaft das Flehen, denn endlich spielte die TSG die Ballwechsel konzentriert zu Ende, stellte die Aufschlagfehler ein und stand auch in der Abwehr wieder deutlich besser zum Ball. Nach einem deutlichen 25:11 war Schluss und 3 Punkte auf dem Konto verbucht.

Mit der bisher erzielten Punktzahl kann die Mannschaft zufrieden sein und steht in der Tabelle dort, wo man sich auch vor der Saison gesehen hat: nicht ganz unten, aber auch nicht ganz oben.

Dirk Rädler