Gemischte Bilanz nach dem letzten Heimspiel der Herren 2

 

Am letzten Heimspieltag dieser Landesligasaison kam es in Blankenloch zum Aufeinandertreffen der drei Erstplatzierten Mannschaften. Im 1. Spiel musste sich die TSG der Mannschaft aus Ettlingen/Rüppurr mit 1:3 (19:25, 25:14, 26:28, 16:25) geschlagen geben, anschließend konnte man beim 3:1 (25:19, 22:25, 25:11, 25:16) Sieg gegen den TSV Ubstadt doch noch drei Punkte einfahren.

Mit 9 einsatzfähigen Spielern waren so viele Mann an Bord, wie noch nie in der Rückrunde. Im Spiel gegen die VSG Ettlingen/Rüppurr setzte Trainer Jürgen dann zunächst auf Hoffe (Zuspiel), Sven (Diagonal), Alex und Raphael (Außen) sowie Jannis und Dirk (Mitte).
Leider startet die TSG sehr nervös. Die zögerlich vorgetragenen Angriffe waren leichte Beute für die Abwehr des Gegners, der seinerseits konzentriert punkten konnte. So lag man schnell mit 9 Punkten hinten (7:16). Erst nach einer deutlichen Ansprache in der Auszeit steigerte sich das Team und konnte noch bis auf 19:22 verkürzen. Allerdings reichte es nicht mehr, um den Satz zu drehen. Zum 2. Durchgang kam dann Kai für Dirk in der Mitte und diese Umstellung zahlte sich aus. In Block und Angriff trat die TSG nun dominant auf und führte schnell mit 11:3. Die Konzentration konnte einigermaßen hochgehalten werden, der Angriff (vor allem über die Mitte) blieb der Punktegarant und der Satz ging deutlich mit 25:14 an die Gastgeber. Der Gast konnte sich im dritten Satz dann besser auf die Spielweise der TSG einstellen und entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe und gutem Niveau. Bis in die Endphase konnte sich keine Mannschaft nennenswert absetzten, dann erspielte sich die TSG einen kleinen Vorsprung (22:19). Leider schenkte man diesen Satz in der entscheidenden Phase durch sehr viele direkte Aufschlagfehler her. Gleich mehrere Satzbälle blieben so ungenutzt. Der Gast machte es besser und holte sich diesen psychologisch wichtigen Satz mit 28:26. Von diesem Rückschlag sollte sich die TSG nicht mehr erholen. Weiterhin wurden viel zu viele Aufschläge verschlagen, auch in den anderen Spielelementen war nun eine Verkrampfung deutlich zu spüren. Die Spieler aus Ettlingen/Rüppurr hingegen hielten ihr Niveau oben, spielten die Angriffe variabel und clever zu Ende und holten sich den Satz (25:16) souverän.
Auf Seiten der TSG war die Enttäuschung und der Ärger über die eigene Unzulänglichkeit (vor allem im 3. Satz) nach dem Spiel riesengroß. Mit der hier gezeigten Leistung braucht man eigentlich gar nicht erst in Richtung höhere Liga zu schielen…

Es gab aber auch Erfreuliches an diesem Tag. Dazu gehört, dass es der Mannschaft gelang, sich nach der Niederlage noch einmal zusammenzureißen, neu zu konzentrieren und vor allem gemeinsam auf dem Feld Spaß zu haben.
Gegen Ubstadt gab es dann auch drei Umstellungen: Jürgen auf Diagonal, Sven für Raphael auf Außen und Dirk für Jannis auf Mitte. Von Beginn an nahm der Gastgeber das Heft des Handelns in die Hand, zeigte sich vor allem in der Abwehr und im Aufschlag deutlich konzentrierter und konnten sich direkt absetzten (11:5, 19:10). Trotz einer kurzen Schwächephase gegen Ende würde der Satz mit 25:19 sicher nach Hause gebracht. Der zweite Durchgang war dann ein typischer für die TSG in dieser Saison. Noch dem wirklich guten ersten Satz hatte man den Eindruck, dass bei einigen Spielern die Spannung und die Einsatzbereitschaft ein wenig nachlassen. Diese fehlenden Prozent führten zu einem deutlich ausgeglicheneren Satzverlauf, während dessen die TSG kleinere Rückstände zwar immer wettmachen konnte ( von 13:17 auf 19:19), allerdings nie in der Lage war, selbst die Führung zu übernehmen. Folgerichtige ging der 2. Durchgang dann auch mit 22:25 verloren.
Die TSG reagierte mit einem Wechsel (Jannis für Dirk) und der richtigen Antwort: im kommenden Satz wurde der Gegner aus Ubstadt mit 25:11 demontiert. Endlich wurde in der Abwehr konsequent gearbeitet, auch die Dankebälle wurden so nach vorne gespielt, dass ein variables Zuspielmöglich immer war. Die Außen sahen sich nicht mehr so häufig dem guten Ubstadter Doppelblock gegenüber und machten ihre Punkte. Nun hieß es, die Konzentration hoch zu halten, um auch noch den nächsten Satz und somit 3 Punkte einzutüten. Mit unveränderter Aufstellung und Einstellung wurden die Weichen schon früh in dies Richtung gestellt (5:10, 13:8). Dann allerdings bekam die Mannschaft völlig unverständlicher Weise nochmals das Muffensausen und ließ den Gegner durch einige Geschenke bis auf 17:15 herankommen. Glücklicherweise konnte das Ruder nochmals umgelegt werden. So konnte die Herren 2, angefeuert von den Spielern der anderen Herrenteams, den Sack mit 25:16 letztlich doch noch ungefährdet zumachen.

Unglücklicherweise verletzte sich Jürgen gegen Ende des 2. Spiels. Es bleibt zu hoffen, dass sich die gerade erst etwas entspannt Personalsituation nicht gleich wieder verschärft…

 

DR