Herren 2 bleibt hinter eigenen Erwartungen zurück

Beim Spieltag am 17.11.2018 musste die H2 gegen die beiden Volleyballspielgemeinschaften Ettlingen/Rüppurr und Mannheim DJK/MVC antreten und es ging dabei als Tabellenfünfter auch darum, ob man sich zukünftig eher nach oben oder nach unten orientieren wird oder weiterhin im Niemandsland der Tabelle bleibt.

Erstmals seit dem ersten Spieltag stand beim Duell gegen die VSG Ettlingen/Rüppurr fast der komplette Kader zur Verfügung, außerdem die bei der H3 gemeldeten Kevin Karsch als Spielertrainer sowie Till Rädler, der als Jugendspieler auch in den höher spielenden Mannschaften eingesetzt werden kann, ohne sich festzuspielen. Somit konnten wir tatsächlich mal mit zwölf Spielern auf dem Bogen antreten, allerdings ohne Libero. Trainer Karsch kündigte vor dem Spiel an, dies auch auszunutzen und schnell und oft zu wechseln um auf jeden Fall so aufzustellen, „dass wir gewinnen“.

Leider ging diese Rechnung nicht ganz auf. Gegen den sicherlich starken Mitabsteiger aus der Oberliga konnten wir zwar grundsätzlich gut mithalten, liefen aber fast permament einem Rückstand hinterher, der sich vor allem durch zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau sowohl aus Annahme als auch aus Abwehr und (zum Teil daraus folgend) zu wenig Durschlagskraft im Angriff erklären ließ – allerdings auch an immer wieder spektakulären Abwehraktionen der Gegner, die ein ums andere Mal bereits gewonnen geglaubte Ballwechsel doch noch verlängerten. Wenn dann auch noch zu viele direkte Fehler im Aufschlag (und diese meist zu denkbar schlechten Zeitpunkten) dazukommen, wird es einfach schwierig gegen eine erfahrenere Mannschaft zu gewinnen. Trotzdem waren zumindest der erste und dritte Satz sehr knapp, aber davon kann man sich bekanntlich nichts kaufen. Am Ende stand ein doch ziemlich deprimierendes 0:3 (22,18,23).

Mit der VSG Mannheim sollte der auf dem Papier schwierigere Gegner dann erst noch kommen, dennoch wollten wir es nach dem unbefriedigenden Ausgang zuvor natürlich erst recht wissen. Dazu kam, dass die Mannheimer nachdem sie die erste Partie gesehen haben, wohl mit leichtem Spiel rechneten und entsprechend nicht unbedingt ihre Top-Aufstellung aufs Feld schickten. Die Folge war eine schnelle 8:0 Führung, erreicht durch druckvolle Aufschläge, Vermeidung der sonst leider oft üblichen Ungenauigkeiten und Fehler, aber auch gnädige Mithilfe einiger Mannheimer Spieler durch etliche direkte Annahme- und Angriffsfehler. Als vor allem der letztgenannte Punktegarant kurzzeitig ausfiel, war beim Zwischenstand von 7:10 schon zu befürchten, dass selbst diese hohe Anfangsführung eventuell nicht reichen könnte, danach ging es jedoch weiter wie zu Beginn des Satzes und schnell war dieser mit 25:15 wirklich überzeugend eingespielt – übrigens erst der zweite Satzverlust des Tabellenführers in dieser Saison!

Wie fast zu erwarten ging es allerdings nicht so weiter. Die Mannheimer reagierten mit einer auf zwei (bzw. einschließlich Libero drei) Positionen veränderten Aufstellung, die sich als ziemlich wirkungsvoll erweisen sollte. Gegen den gegnerischen Sideout konnte die H2 plötzlich gar nichts mehr ausrichten (es gelang im zweiten Satz gerade mal ein einziger Punkt bei eigenem Aufschlag), außerdem schlichen sich im Vergleich zu vorher wieder die bekannten Fehler ein. Sichtlich beeindruckt von der plötzlichen Leistungssteigerung auf der anderen Netzseite ging der Satz deutlich mit 9:25 verloren. In den beiden folgenden Sätzen konnten wir zwar wieder in etwa an das Niveau des ersten anknüpfen, aber die VSG blieb natürlich bei ihrer erfolgreichen Aufstellung aus dem zweiten Satz – und diese war einfach zu stark für uns und auch die letzten Durchgänge mussten zu 20 und zu 19 abgegeben werden.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass wir auch gegen die stärksten Mannschaften mithalten können – müssen dafür aber fast das Optimum unseres Potentials abrufen. Wenn wir dies nicht tun, wird es umgekehrt auch gegen vermeintlich schwächere Gegner schwierig, wie wir nicht zum ersten Mal in dieser Saison feststellen mussten. Leider sind wir jetzt auf Platz 7 abgerutscht und müssen uns jetzt erstmal nach unten orientieren. In den nächsten Spielen gegen SG HTV/USC Heidelberg 2 am 1.12. und VSG Ubstadt/Forst am 15.12. geht es also darum, den Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder zu vergrößern.