Blankenloch klettert auf den zweiten Tabellenplatz

Einen solch klaren Sieg hatte TSG Spielertrainer Torsten Kirchhardt nicht erwarten können und war dementsprechend nach der Partie zufrieden mit der Leistung seines Teams. “Heute lief unser Spiel wirklich gut. Das hatte ich nach den mäßigen Trainings in dieser Woche nicht erwartet.”Das Ergebnis wollte er aber nicht überbewerten. “Waldgirmes hat heute sicher nicht den besten Tag erwischt, das muss man schon relativieren. Dennoch haben wir eine gute druckvolle Leistung gezeigt und ich bin zufrieden.” Kirchhardt zog in dieser Partie eine neue taktische Variante aus dem Hut und beorderte Markus Wintergerst von der Aussenposition auf die Mitte. Durch den langfristigen Ausfall von Matthias Reinstädt stehen mit Stefan Hornung und Flo Ebert noch zwei etatmäßige Mittelblocker im TSG Kader und da wollte Kirchhardt die Variante Wintergerst für den Fall der Fälle auch mal im Spiel erprobt haben. Ein zu großes Experiment war dieser Schachzug allerdings keinesfalls, denn Wintergerst hat im Trikot des TuS Durmersheim bereits in der zweiten Bundesliga im Mittelblock agiert, damals auch schon im Zusammenspiel mit TSG Zuspieler Steffen Schad.
Die TSG fand direkt gut in die Partie, was in dieser Saison bisher eher selten der Fall war. (Kirchhardt: “Da waren wohl auch viele unserer Spieler überrascht.”) Mit guten Aufschlägen setzten die Gastgeber die Mittelhessen unter Druck und gingen in Front (10:5), ehe der TV sich langsam aber stetig wieder heranpirschte (15:14). In dieser Phase sah das Publikum in Blankenloch einige längere Ballwechsel mit guten Abwehrationen auf beiden Seiten. Entscheidend dann die TSG Serie von 18:17 auf 24:18, während der die TSG zwei Aufschlagwinner von Stefan Hornung, zwei erfolgreiche Angriffe nach guter Feldabwehr sowie einen erfolgreichen Block gegen den Hauptangreifer der Gäste Volker Zimmermann verbuchen konnte.
In Satz 2 spielten die Gäste druckvoller und das Spiel von Blankenloch wurde unpräziser und fehlerbehafteter (3:7). Leistungsträger Marko Kienast, der an diesem Abend auf der Ersatzbank Platz nahm, mahnte in einer Auszeit mehr Konzentration im Aufschlag an, wenn man diesem Satz noch drehen wolle. Besserung trat allerdings erst nach der zweiten Auszeit ein (10:16). Der eigene Sideout stand nun stabil und liess in der Folge nur noch einen Waldgirmeser Punktgewinn bei Aufschlag der Hessen zu, während die TSG selbst in fünf von sieben Rotationen bei eigenem Aufschlag punkten konnte. Auch ein Zuspielerwechsel sowie zwei Auszeiten konnten den Blankenlocher Lauf nicht stoppen. Ein As von Wintergerst auf 21:22, ein Angriff der Gäste an die Netzantenne und die Partie war ausgeglichen (22:22). Waldgirmes punktete zwar nochmal, doch Lintner per Angriff, Westermann per Angriff nach eigener Feldabwehr und Lintner per As machten den Sack zu (25:23). Für den Ausgang der Partie war dieser Satz letztlich vorentscheidend, denn Waldgirmes steckte den Verlust des beinahe sicher geglaubten zweiten Satzes nicht gut weg, während Blankenloch den Schwung in den letzten Satz mitnahm.
Hornung und Rahmani gaben im Aufschlag Gas und es stand schnell 7:2. Dies auch, weil die TVW Angriffe das Feld teilweise nicht mehr fanden. Die routinierten Badener gaben sich keine Blöße mehr und Waldgirmes verlor den Faden komplett. Bei 16:9 hatte Gästecoach Thomas Autzen bereits die Hälfte seiner Stammsechs ausgewechselt, bei 22:14 entlud sich der Frust des Gästekapitäns Martin per Taperollen-Spike, was das unauffällig leitende Schiedsgericht mit einer roten Karte bestrafte. Der Rest war Formsache.
Die TSG steht nun mit 19 Punkten auf Rang 2, doch abheben wird im Blankenlocher Lager keiner. “Die Tabellenplätze 2 bis 5 sind nur einen Sieg voneinander entfernt. Ein Ausrutscher und Ruckzuck ist man wieder nah im hinteren Tabellendrittel dran. Wird freuen uns über die Momentaufnahme und sind stolz auf das geleistete, aber keiner denkt, dass das jetzt von allein so weitergehen muss.” meint Kirchhardt die  Nach einem spielfreien Wochenende (Kirchhardt: “Das kommt uns nicht entgegen, aber so ist nunmal der Spielplan) beendet die TSG Ihre Hinrunde am 8.12. in Fellbach. Sollte hier noch einmal ein Sieg herausspringen, stünde kurz vor Weihnachten ein echtes Topspiel am: am 15.12. beim noch unbesiegten Tabellenführer aus Kriftel.

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