TSG erkämpft sich einen Punkt beim Tabellenführer

Nach über 2 Stunden Spielzeit, im entscheidenden fünften Satz beim Stand von 11:10 für die weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer aus Kriftel, ging der TSG Blankenoch leider die Luft aus. Die TSG benötigte drei Anläufe um den eigenen Angriff durchzubekommen, dann waren die Gastgeber mit 14:11 in Front und liessen sich den 3:2 (-20, -20, 25, 23, -11) Sieg im Topspiel nicht mehr nehmen. Das Team von Torsten Kirchhardt musste sich damit begnügen, den in dieser Saison so souveränen Ligaprimus bis ans äußerste gefordert als bisher einziges Team einen Tabellenpunkt abgeluchst zu haben. Die Badener mussten im Verlauf der Partie immer wieder größeren Rückständen hinterherlaufen, zeigten nach einem 2:0 Satzrückstand Charakter und konnten mit einer guten Leistung auf 2:2 ausgleichen, doch die starke Leistung der Hessen in Aufschlag und Abwehr machte letztlich den Unterschied zu Gunsten der Gastgeber aus.
Für das Spitzenspiel musste Kirchhardt – wie mittlerweile zur Gewohnheit geworden – sein Team einmal mehr umstellen. Für den in der Vorwoche noch spielbestimmenden Marko Kienast (Pause) übernahm Routinier Philipp Lintner wieder die Diagonale und für Tim Westermann (kurzfristige Einladung zu einer Spontanhochzeit) übernahm Markus Wintergerst im Aussenangriff. Die andere Aussenposition übernahm Seyar Rahmani der sich im Laufe der Partie mit Kalle Kallfass abwechselte. Die Mitte übernahmen wie gewohnt Flo Ebert und Stefan Hornung, Ludwig Kästel lief als Libero auf und Steffen Schad übernahm das Zuspiel.
Immer gelang es den Gastgebern, bei denen wie bereits im Hinspiel der junge Diagonalspieler Marius Büchi fleissigster Punktesammler wurde, mit starken Aufschlägen und einer starken Block / Abwehrleistung Punkteserien zu starten. Für Blankenloch wurde es dann zum Kraftakt, diese Rückstände nach und nach wieder wegzuarbeiten. Im ersten Satz gelang dies nur von 13:8 auf 13:12. Doch die zweite längere Serie (16:14 auf 20:14 bei Aufschlag Büchi) reichte zum 1:0 Satzgewinn für Kriftel aus.
In Satz 2 musste Blankenloch gleich zu Beginn Nehmerqualitäten zeigen (8:2, 13:6) ehe die Badener einen Rhythmus entwickelten. Stück um Stück wurde der Rückstand weggearbeitet, und bei 19:19 war der Satz ausgeglichen. Aber gleich nach dem Ausgleich gab es den nächsten Nackenschlag für Team Kirchhardt. Felix Blume schritt zu Aufschlag und machte vier Punkte in Folge. Co-Trainer Markus Wintergerst analysierte im Anschluss “Das war schon ein Muster. Ein direkter Servicewinner von Kriftel, ein Angriff von uns in den Block oder ein Lob auf die gut postierte Abwehr. Das in beliebiger Reihenfolge ist leider 2-3 Mal pro Satz passiert und im zweiten Satz leider in der denkbar schlechtesten Situation.” Das Krifteler Publikum war angesichts der 2:0 Satzführung gut gelaunt und Blankenloch musste erstmal verdauen.
Wintergerst beschwor in der Pause zum Satzwechsel nochmal den Kampfgeist seiner Teamkollegen und gab eine aggressivere Grundausrichtung vor. “Körpersprache, Kampf in der Abwehr, und vor allem Gas im Angriff, keine Lobs mehr, die fallen bei Kriftel eh nicht rein”. Und in der tat setzte die TSG dies in die Tat um. Die Krifteler Serien fielen fortan kleiner aus waren seltener.  Wintergerst, Rahmani und vor allem Philipp Lintner brachten ihre Angriffe im gegnerischen Feld unter. Kriftel zeigte sich beeindruckt und machte nun auch ab und an Fehler im Angriff und konnte so in der Satzendphase einen 21:19 Vorsprung nicht ins Ziel retten. Stattdessen waren die Gäste am Drücker und auch vergebene Satzbälle bei 22:24, 23:24, und 24:25 wurden weggesteckt, ehe Philipp Lintner über Aussen den Satzanschluss mit 25:27 klarmachte . Ähnliches Bild in Satz vier. Ausgeglichen mit leichtem Vorteil Kriftel bis zu Endphase (7:7, 18:21), ehe die TSG aufdrehte (22:22) und den Satz mit 3 Punkten in Folge umbog (23:25). Der fünfte Satz begann ausgeglichen bis zum Seitenwechsel (8:7), doch dann setzte sich Kriftel leicht ab. Ein Block gegen Rahmani stellte den ersten Zweipunktevorsprung des Satzes her (11:9), ehe Büchi mit zwei starken Aufschlägen von 12:10 auf 14:10 die Weichen für den Erfolg (15:11) der Gastgeber stellte.
Kirchhardt zeigte sich nach dem letzten Spiel im Kalenderjahr 2018 zufrieden, ohne überschwänglich zu werden. “Ganz klar. Dass wir hier einen Punkt holen und nach einem 0:2 Satzrückstand zurückkommen, damit bin ich sehr zufrieden. Über weite Strecken waren wir aus meiner Sicht über kämpferisch und spielerisch mit den Kriftelern absolut auf Augenhöhe. Aber wir werden nicht anfangen, eine 2:3 Niederlage, egal gegen wen, zu feiern oder so. Da ist unser Anspruch anders, auch wenn wir nicht die Ambition haben, aufzusteigen.”
Die TSG hat nun eine lange Winterpause vor sich, das nächste Spiel winkt erst am 19. Januar. Kirchhardt und Team können sich so erstmal zwei Wochen lang erholen und auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurückschauen, ehe für die letzten 9 Partien der Saison wieder Schwung geholt wird.

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