10 Minuten Pause bringt TSG aus dem Tritt

Wenn man auswärts beim Tabellendritten aus Bliesen einen Punkt holt, könnte man eigentlich zufrieden sein. Doch bei der TSG Blankenloch waren die Gesichter am Samstagabend nach knapp 2 Stunden Spielzeit lang. Die 3:2 (20, 16, -20, -17, -9) Auswärtsniederlage und der damit verbundene Punkt für die Tabelle wollten Spielertrainer Torsten Kirchhardt und seiner Mannschaft nicht ausreichen.  Zu klar hatte die TSG in den ersten beiden Sätzen das Geschehen dominiert.  Die Gäste hatten wie aus einem Guss gespielt und die Saarländer nicht zur Entfaltung kommen lassen. Doch die 10 Minuten Pause nach Satz 2 brachte die TSG aus dem Tritt. Ab Satz 3 steigerte sich das Heimteam stetig, während beim Tabellenzweiten zunehmend die Kräfte und die Effektivität nachließen. Von den zahlreichen Zuschauern angetrieben drehte der TV Bliesen mit einem nunmehr nicht mehr zu stoppenden Liam Jenkinson die Partie und holten sich zwei Punkte.

Blankenloch war ohne die beiden Stützen Marko Kienast und Markus Wintergerst angereist. Ihre Plätze in der Startformation nahmen Philipp Lintner und Tim Westermann ein. Ludwig Kästel kehrte ins Team zurück und übernahm die Liberoposition. Das umformierte Team legte vor vollem Haus in Bliesen los wie die Feuerwehr. Die von Kirchhardt vorgegebene Taktik, durch starke Ausschläge das Schnellangriffspiel der Gastgeber zu unterbinden, ging in den ersten beiden Sätzen voll auf. Bis zum Stand von 11:11 war der Satz ausgeglichen. Dann zog die TSG hinter starken Aufschlägen von Seyar Rahmani davon. Immer wieder konnte die TSG sich Punktchancen erarbeiten und diese auch nutzen. Im eigenen Angriffsspiel konntn die Gäste gefällig kombinieren und punkteten auf allen Positionen. Selbst die schwierigen Bälle aus der Abwehr oder einer schwächeren Annahme könnten der überragende Rahmani sowie die gut aufgelegten Tim Westermann und Philipp Lintner treffsicher versenken. Über 12:14 und 15:21 zog das Team aus Baden davon und machte den Sack zu.

Satz 2 zeigte ein ähnliches Bild und verlief noch deutlicher (10:15, 13:20, 16:25). Doch die nun folgende 10 Minuten langen Satzpause brachte die Wende. „Ohne die lange Pause glaube ich, wir fahren das Ding heute mit 3:0 nach Hause.“ so Zuspieler Steffen Schad nach der Partie. „Das darf keine Entschuldigung sein, ist aber bestimmt auch eine Erklärung. Vor allem für unsere älteren Spieler so wie ich war es mühsam, wieder in Fahrt kommen. Und der Rücken von Seyar, der bis dahin von Bliesen nicht zu stoppen war, hat „zu“ gemacht. Außerdem haben die Bliesener die Pause extrem gut für taktische Änderungen genutzt. Der Zuspielerwechsel hat neuen Wind in das andere Spiel gebracht, der Wechsel in der Mitte den Block verbessert, und vor allem hat sich Jenkinson and in der Annahme gefangen und im Angriff einen richtigen Lauf bekommen.“

Es half natürlich auch nichts, dass die Aufschläge der TSG nach der Satzpause deutlich an Effektivität verloren. Ab Satz 3 stieg die Fehlerquote signifikant, während der Annahmeriegel der Gastgeber mit den restlichen Aufschlägen leichtes Spiel hatte.

In Annahme und Abwehr fehlte auch zunehmend die Geschmeidigkeit, so dass Punkte bei eigenem Aufschlag und erfolgreiche Schnellangriffe fortan Mangelware waren.

Bis zum 16:16 hielt Blankenloch dem Druck stand. Danach entschärfte der Saarländische Block mehrfach Angriffe der TSG und zog weg (20:18, 22:19, 25:20).  Die Hausherren waren nun oben auf und die Gäste verabschiedeten sich nach und nach aus der Partie. Satz 4 war schnell außer Reichweite (bei 12:6 hatte Kirchhardt bereits beide Auszeiten verbraucht) und in Satz 5 stellte der TVB die Weichen glich mit einer Serie (1:1 auf 5:1) auf Sieg.

Der Auswärtspunkt sichert der TSG zwar für eine weitere Woche den zweiten Tabellenplatz, aber der Druck von den Teams auf den direkten Verfolgerplätzen steigt. „Wenn wir Leistungen wie in den ersten beiden Sätzen gegen Bliesen aber auch gegen Stuttgart abrufen und diese nur noch ein bisschen länger halten können, werden wir bis zum Ende im Rennen um Platz 2 dabei sein.“ ist sich Kirchhardt aber sicher. Richtungsweisend hierfür wird die nächste Begegnung in zwei Wochen beim Tabellenvierten aus Waldgirmes sein

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