Fehlstart!

Nach etwas über 2 Stunden Spielzeit konnte die TSG Blankenloch im ersten Spiel im Jahr 2020 nur einen Punkt für die Tabelle für sich verbuchen. Der magere Lohn für eine 2:3 (-18, 19, -28, 17, -11) Heimschlappe gegen die Volleyballer des TSV GA Stuttgart.“Das war ein klassischer Fehlstart.” kommentierte TSG Spielertrainer Torsten Kirchhardt etwas enttäuscht nach der Partie. Gegen das Team aus der Landeshauptstadt, das sich gegenüber dem Hinspiel deutlich verbessert zeigte, merkte das Publikum phasenweise deutlich, dass die wenigen gemeinsamen Übungseinheiten nach der Weihnachtspause (gerade mal drei Einheiten konnte die TSG aufgrund privater Terminplanungen absolvieren, davon keine einzige in der Besetzung vom Samstag) nicht ausreichend waren, um ein funktionierendes Kollektiv zu bilden. Zu viele Abstimmungsmängel im eigenen Angriffsspiel sowie haarsträubende individuelle Fehler gaben Punktvorlagen für die Gäste, die diese dankend nutzten. Während bei den Stuttgartern Alexander Benz auf der Aussenposition über die gesamte Partie hinweg glänzte, konnte bei der TSG lediglich Seyar Rahmani (ab Satz 4 auf dem Feld) seine gewohnte Form abrufen. 
Kirchhardt konnte zwar Benny Loritz wieder auf der Aussenposition einsetzen (Juraj Valovic rückte nach vier Partien wieder als Libero in die Stammformation). Dazu entschied er sich für den wieder genesenen Tim Westermann auf der zweiten Aussenposition und Philipp Lintner übernahm wieder die Diagonalposition. Wie gewohnt komplettierten Stefan Hornung und Flo Ebert (Mitte) und Steffen Schad (Zuspiel) die Mannschaft.
Blankenloch startete gut (5:3), verlor dann aber komplett den Faden. Aus einer guten Annahme heraus wurden die Angriffe reihenweise entweder großzügig verballert oder von der gut stehenden Stuttgarter Abwehr entschärft (5:10). Eine kleine Aufholjagd (12:14) wurde umgehend wieder durch Stuttgarter Punkte entwertet (12:17), so dass der Satz letztlich ungefährdet an das Team von Gästetrainer Dominik Nuguspanov ging (18:25).
In Satz 2 kämpfte sich die TSG mit unveränderter Aufstellung ins Spiel zurück. Endlich reagierte die TSG Angriffsreihe mit mehr Durchschlagskraft auf allen Positionen und auch der Einsatz in Abwehr und Sicherung stimmten. Dazu kam, dass endlich die von Kirchhardt ausgegebene Aufschlagstrategie umgesetzt wurde und zu einfachen Punktgewinnen führte (13:6). Ein kurzer Zwischensprint der Schwaben (15:12) wurde rechtzeitig abgefangen die TSG baute die Führung am Ende sogar noch zum Satzausgleich aus (25:19). 
Satz 3 verlief für die Badener sehr frustrierend. Nach einem holprigen Anfang (9:11) legte Benny Loritz im Aufschlag los (13:11). Und als auch Stefan Hornung im Aufschlag direkt punkten konnte schien die TSG auf der Siegerstraße (19:15). Doch dann scheiterten die Angrifssbemühungen der TSG wieder häufiger am Stuttgarter Block und das Spiel wurde eng (21:20). Blankenloch konnte sich zwar wieder stabilisieren (24:22), nutzte aber die Satzbälle nicht. Eigene Satzbälle wurden bei 25:24 und 28:27 vergeben – einmal sogar als ein eigentlich erfolgreicher TSG Block durch eine Netzberührung des Blockspielers invalidiert wurde. Stuttgarter Satzbälle wurden beim Stand von 25:26 und 26:27 abgewehrt, doch beim 28:29 setzte sich Stuttgart durch – 1:2 Satzrückstand. 
Kirchhardt reagierte und brachte Seyar Rahmani um im Angriff mehr Druck zu erzeugen. Die Rechnung ging auch auf – Rahmani zeigte eine gute Leistung und setzte mit seinen Angriffen immer wieder Akzente. Dies ermöglichte auch, die im Angriff bis dahin stark geforderten Philipp Lintner und Benny Loritz etwas zu entlasten und die Stuttgarter Konzentration auf Rahmani eröffnete auch in der Mitte mehr Räume. Es folgte ein  ungefährdeter Satzerfolg (9:5, 15:11, 22:15, 25:17). Der Tie-Break musste also entscheiden. 
Spätestens im fünften Satz merkte man manchen TSG Spielern die mangelnde Fitness nach der Winterpause an. Nach ausgeglichenem Verlauf (2:2, 7:8, 9:9) profitierte Stuttgart von zwei individuellen TSG Fehlern und setzte sich ab (9:12). Die TSG hatte nicht mehr die nötigen Körner um dies nochmal aufzuholen und Stuttgart nutzte nach einer erfolgreichen Feldabwehr beim Stand von 14:11 gleich den ersten Matchball. 
Die TSG Spieler sind gleich am nächsten Wochenende bei den starken Fellbachern gefordert und haben nach der gemischten Leistung einige Punkte im Training aufzuarbeiten und an der Abstimmung zu arbeiten. Die Stimmung ist jedoch nach der ersten Enttäuschung über das Ergebnis in Ordnung. “Die Niederlage ist kein Beinbruch, wir sind immer noch Tabellenzweiter und Bliesen war ohnehin schon ‘weg’”, so Kirchhardt. “Wichtig ist nur, dass wir im Training gut arbeiten und dann in Fellbach eine gute Leistung zeigen. Dann geht’s wieder aufwärts.”

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