TSG geht die Luft aus

„Leider nur 1 Punkt“. Das war die Ausbeute der TSG Blankenloch nach dem ersten Auswärtsspiel der Saison. Mehr konnten Torsten Kirchhardt und seine Schützlinge am Sonntagnachmittag leider nicht aus Rottenburg entführen. 

Gegen das junge TVR Team, das nun in der Dritten Liga das Flaggschiff der Württemberger ist, nachdem sie aus wirtschaftlichen Gründen den Rückzug aus der ersten Bundesliga antreten mussten, ging den Gästen aus Baden im Spielverlauf die Luft aus. In den Endphasen der Sätze 2 und 5 traf die TSG das Feld der Schwaben einfach nicht mehr und vergab so die Chance auf mehr Zählbares für die Tabelle.

Kirchhardt musste abermals auf Benny Loritz verzichten und schenkte der gleichen Mannschaft wie im ersten Saisonspiel – mit Kienast auf Aussen – das Vertrauen. 

Die TSG kam gut ins Spiel, vor allem im Schnellangriff konnten Stefan Hornung und Flo Ebert immer wieder punkten, so dass Blankenloch sich einen Vorsprung herausspielen konnte (13:16, 14:19). Am Satzende wackelten die Badener zwar noch leicht (18:24 auf 22:24), konnten sich aber die 1:0 Führung sichern. 

Im zweiten Satz lief es spielerisch und auch körperlich schlechter. Routinier Philipp Lintner musste mit Knieproblemen ausgewechselt werden (12:12) und für ihn kam Neuzugang Fabio Weingärtner zu seinem ersten Drittliga Einsatz. Kirchhardt brachte zeitgleich auch mit Thomas Heidebrecht für Steffen Schad frischen Wind ins Zuspiel, doch am Ende des Satzes setzten sich die beherzt kämpfenden Rottenburger durch. Ab dem Stand von 21:21 scheiterte Blankenloch ein ums andere Mal an Block und Abwehr des TVR oder traf schlicht und ergreifend das Feld nicht mehr (25:21). Ausgeglichen mit 1:1 ging es in die 10 Minuten Pause.

In Satz drei ging der frisch vereiste Lintner wieder mit aufs Feld und mit ihm kam auch die Sicherheit zurück ins TSG Spiel. Begünstigt durch druckvolle Aufschläge von Hornung (4:10), Rahmani (17:10) und nochmal Hornung (20:13) setzte sich Blankenloch stetig ab. Dazu stand das eigene Angriffsspiel stabil genug, um die Satzführung und den ersten Punkt zu sichern (19:25).

Abermals kämpften sich die Hausherren zurück ins Match, während bei der TSG sich die Erschöpfung langsam bemerkbar machte – die einzelnen Spielelemente wurden unpräziser. Kirchhardt wechselte im Zuspiel (Schad für Heidebrecht bei 13:9 für den TVR), doch die Gastgeber waren nun im Rhythmus und ging es für Lintner beim Stand von 21:17 endgültig nicht mehr weiter. Der Satzausgleich war vorprogrammiert (25:19).

Der Tie-Break musste also entscheiden. Dieser begann denkbar schlecht (4:1), doch Kirchhardt sah sein Team Moral zeigen und zurückschlagen (8:7). Der TSG Coach zeigte in der Personalnot auch seine Kreativität, als er bei 7:4 Zuspieler Heidebrecht für Weingärtner auf der Diagonalen brachte. Bis zum 11:12 kämpfte sich die TSG durch. Doch Rottenburg glich zunächst aus, ehe die letzten drei Angriffe erfolglos blieben (15:12) und das 3:2 für die Heimmannschaft besiegelten.

Kirchhardt lobte nach der Partie die Moral seines Teams, hatte aber auch die mangelnde Chancenverwertung speziell in den Sätzen 2 und 5 zu bemängeln. „Das kenne ich so gar nicht – da erwarte ich von dem Team nächste Woche gegen Feldkirchen zu Hause eine Reaktion“. so der Coach.

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